Warum mich die Verkehrszeichenerkennung nervt
Wer ein modernes Auto fährt, kennt das: Überall piept, blinkt und warnt es. Eigentlich sollen uns die ganzen Assistenten ja das Leben erleichtern, aber manchmal bewirken sie genau das Gegenteil. Mein aktuelles Paradebeispiel: Die Verkehrszeichenerkennung in meinem Hyundai i10.
Die Geschichte wiederholt sich fast nach jedem Einkauf. Ich rolle auf den REWE-Parkplatz, die Kamera scannt brav das Schild: 10 km/h. Bis hierhin alles super. Das Problem fängt an, wenn ich den Parkplatz wieder verlasse.
Ich biege ab, bin längst wieder im normalen Stadtgebiet unterwegs, wo 50 km/h erlaubt sind. Und was macht mein i10? Er beharrt felsenfest darauf, dass ich mich immer noch in der Schrittgeschwindigkeits-Zone befinde. Sobald ich den Tacho auch nur ansatzweise Richtung 50 bewege, geht das Konzert los: Dauerfeuer beim Warnsignal. Das Auto ist der festen Überzeugung, ich mutiere gerade zum extremen Verkehrssünder.
Das nervige Spiel geht dann so lange, bis ich entweder komplett zu Hause angekommen bin oder zufällig an einem anderen Schild – wie einer 70er-Zone – vorbeikomme, das die Kamera fressen und das alte Schild überschreiben kann. Bis dahin heißt es: Ohren zu und durch.
Und das Schlimmste daran? Die tägliche Deaktivierungs-Routine.
Natürlich kann man den Assistenten im Menü manuell abschalten. Das mache ich inzwischen auch gefühlt im Schlaf. Aber dank der EU-Sicherheitsvorschriften setzt sich diese Deaktivierung nach jedem Neustart des Autos wieder zurück. Motor aus, Motor an – und der Spaß geht von vorne los. Ein permanentes Ausschalten ist schlicht nicht vorgesehen.
Assistenzsysteme sind eine feine Sache, wenn sie mitdenken. Wenn das Auto aber nach zwei Kilometern Hauptstraße immer noch glaubt, wir stehen beim Supermarkt auf dem Parkplatz, wird der Assistent einfach nur zum nervötenden Beifahrer.
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